Wie können Sie Teams in die Lage versetzen, komplexe Projekte zügig voranzutreiben, ohne sich mit Überprüfungen und Genehmigungen durch die Beteiligten aufzuhalten? Die Antwort könnte in der Organisationsstruktur liegen. In den meisten Arbeitsumgebungen gibt es festgelegte Verantwortlichkeiten und Funktionsbereiche, sodass alle Beteiligten Klarheit über ihre Entscheidungsbefugnisse haben und keine Machtkämpfe oder Kompetenzkonflikte entstehen.
In einem hierarchischen Organigramm steht der Chief Executive Officer an der Spitze. Der Chief Operating Officer und der Chief Financial Officer befinden sich direkt darunter. Von den obersten Führungspositionen gehen Abteilungsleiter ab, von denen wiederum Projektmanager abzweigen.
Eine Matrixorganisation unterscheidet sich von dieser klassischen Struktur, da die Teammitglieder sowohl einem Projektmanager als auch einem Abteilungsleiter unterstellt sind. Im folgenden Leitfaden erläutern wir, was eine Matrixorganisation ist und wie Sie sie für komplexe Projekte nutzen können. Darüber hinaus sprechen wir über die Vorteile sowie die Nachteile der Matrixorganisation, anhand derer Sie entscheiden können, ob diese Art der divisionalen Organisation für Sie in Frage kommt.
Die Matrixorganisation ist eine Arbeitsstruktur, in der Teammitglieder gleichzeitig mehreren Führungskräften unterstellt sind, einem Projektmanager und einem Abteilungsleiter. In einer Matrixorganisation unterstehen die Teammitglieder (unabhängig davon, ob sie ortsunabhängig oder intern arbeiten) sowohl einem Projektmanager als auch ihrem Abteilungsleiter. Diese Managementstruktur kann Ihrem Unternehmen dabei helfen, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, ohne die Teams neu zusammenstellen zu müssen.
Eine Mehrlinienorganisation erfordert viel Koordination und Aufwand. Sie empfiehlt sich daher vor allem für große und internationale Unternehmen: Diese profitieren durch die spezielle Aufbauorganisation, können sich auf mehrere Bereiche spezialisieren und konkurrenzfähig bleiben; zudem verfügen sie in der Regel über ausreichend Ressourcen, um diese Organisationsform aufzubauen.
Organisationsformen lassen sich in drei Grundtypen unterteilen: Einliniensysteme, Stabliniensysteme und Mehrliniensysteme. Je nach Produktportfolio, Unternehmensgröße und Aufgabenverteilung ist die Wahl der richtigen Form entscheidend.
Einliniensystem: Diese Systeme sind durch einen hierarchischen Aufbau gekennzeichnet. Jeder Mitarbeiter ist hier genau einer übergeordneten Instanz zugeordnet. Wenn hierbei die Unterteilung nach Arbeitsbereichen stattfindet, handelt es sich um eine Funktionalorganisation. Bei der Unterteilung nach Sparten, also Kunden oder Regionen, handelt es sich um eine Spartenorganisation.
Stabliniensystem: Diese Systeme beinhalten sogenannte Stabsfunktionen, welche die Führungskräfte mit zusätzlichen Informationen versorgen.
Mehrliniensystem: Zu diesen Systemen gehört ganz klar die Matrixorganisation. Hierbei bekommen Mitarbeiter Anweisungen von mehreren übergeordneten Instanzen.
Die Matrixorganisation ist einfach erklärt ein Mehrliniensystem. Hier gibt es also zwei oder mehr Management-Berichtsstrukturen. Auch wenn dies zunächst verwirrend erscheinen mag, haben Teammitglieder in der Regel einen primären Vorgesetzten für ihre Abteilung, der die Entscheidungskompetenzen besitzt.
Die horizontale Ebene wird hier meist nach Produkten oder Projekten gegliedert. Die vertikale Ebene hingegen ist in die verschiedenen Arbeitsbereiche aufgeteilt, wie etwa Marketing oder Rechnungswesen.
Die Berichterstattung an einen Abteilungsleiter funktioniert ähnlich wie eine traditionelle Arbeitsstruktur. So berichten beispielsweise Teammitglieder, die in der IT-Abteilung arbeiten, dem Leiter der IT-Abteilung. Der Leiter der IT-Abteilung berichtet dem Vizepräsidenten seiner Abteilung. Letztendlich führen alle Berichte in Richtung CEO.
Der Unterschied bei einer Matrixstruktur ist, dass die Teammitglieder auch den Projektmanagern unterstellt sind. Projekte erfordern oft die Mitarbeit von Mitgliedern verschiedener Abteilungen wie IT, Marketing und Finanzen, weshalb es sinnvoll ist, für einzelne Projekte einen eigenen Manager zu haben.
Es gibt drei Arten des Matrixmanagements, wobei jede Art dem Projektmanager beziehungsweise Führungspersonal unterschiedlich viele Befugnisse einräumt. Sie können sich diese Managementtypen auf einer Skala vorstellen, bei der der Projektmanager am einen Ende und der Abteilungsleiter am anderen Ende steht.
Matrixtyp | Entscheidungsbefugnis Projektmanager | Entscheidungsbefugnis Abteilungsleiter | Geeignet für |
Schwache Matrix | Gering | Hoch (Budget & Zeitplan) | Unternehmen mit starker Abteilungskultur |
Ausgewogene Matrix | Mittel (geteilt) | Mittel (geteilt) | Projekte mit gleichwertiger Fach- und Projektleitung |
Starke Matrix | Hoch | Gering (überwachend) | Projektgetriebene Organisationen |
In einer schwachen Matrix hat der Projektmanager im Vergleich zu den anderen Arten des Matrixmanagements die geringste Entscheidungsbefugnis. Wenn der Projektmanager nur begrenzte Befugnisse über das Projekt hat, wird die Matrix schwach, weil das Projektbudget und der Zeitplan in den Händen des Abteilungsleiters liegen. Die Erstellung eines Kommunikationsplans kann verhindern, dass die Kommunikation in einer schwachen Matrix verloren geht.
In einer ausgewogenen Matrix haben der Abteilungsleiter und der Projektmanager die gleichen Befugnisse, und die Teammitglieder berichten an beide. So bleiben die Kommunikationswege zwischen allen Führungskräften frei und das Projekt kann reibungslos vorankommen.
In einer starken Matrix hat der Projektmanager den größten Teil der Entscheidungsbefugnis über das Projekt, während der Abteilungsleiter nur begrenzte Befugnisse hat. Dies schafft eine starke Organisationsstruktur, da der Projektmanager die volle Verantwortung für das Projekt hat. Der Abteilungsleiter kann das Projekt beaufsichtigen und die einzelnen Bereiche überwachen, trifft aber keine grundlegenden Entscheidungen.
Lesenswert: Teamstruktur: 10 effektive Methoden zur Organisation Ihres TeamsDie mehrdimensionale Organisationsstruktur ist komplexer als die hierarchische Struktur, hat aber viele Vorteile. Ziel der Matrixorganisation sind klare Projektziele, eine effiziente Ressourcennutzung, ein freier Informationsfluss und die Schulung der Projektmanager.
Die Matrixorganisation kann für mehr Klarheit über die Projektziele sorgen. Wenn Ihr Team sowohl dem Projektmanager als auch dem Abteilungsleiter über seine Fortschritte berichtet, ist die Festigung der Projektziele von entscheidender Bedeutung. Wenn der Projektmanager das Gefühl hat, von den anderen Mitgliedern der Geschäftsleitung unterstützt zu werden, wird die Projektorganisation zur Priorität.
Szenario: Angenommen, Ihr Team arbeitet an einem App-Entwicklungsprojekt. Da Sie eine Matrixstruktur verwenden, berichten die IT-Entwickler an Sie als Projektmanager und den Leiter der IT-Abteilung. Das Projektziel besteht darin, eine App für die Stichwortsuche zu entwickeln, die Marketingexperten unterwegs nutzen können. Wenn der Leiter der IT-Abteilung und der Projektmanager den IT-Entwicklern ein klares Projektziel mitteilen, kann die App schneller entwickelt werden.
Die Matrixstruktur ermöglicht eine effiziente Nutzung der Ressourcen, da die Teams aus Spezialisten verschiedener Abteilungen bestehen. Dadurch sinken die Gemeinkosten und der Zeitaufwand für die Durchführung eines Projekts. In einer hierarchischen Struktur, in der jedes Team nur einem Manager unterstellt ist, gibt es weniger Manager pro Team. Diese Teams benötigen unter Umständen mehr Zeit für die Erstellung eines Projektergebnisses, da die Mitglieder nicht von den Kompetenzen unterschiedlicher Fachgebiete profitieren können.
Szenario: Das Team, das die Stichwortsuche-App erstellt, umfasst möglicherweise Spezialisten aus der IT-Abteilung, der Finanzabteilung und der Marketing-Abteilung. Wenn diese Teammitglieder ihren Abteilungsleitern und ihrem Projektmanager erfolgreich Bericht erstatten, steigern sie die Produktivität des Teams, sparen Zeit und können das Projekt effizienter abschließen.
Das Matrix-Team senkt die Kosten, denn ohne eine kombinierte Gruppe von Spezialisten müssten Unternehmen die Teams jedes Mal umstrukturieren und möglicherweise neue Teammitglieder einstellen, wenn ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung entwickelt wird.
Wie wirkungsvoll eine solche Struktur in der Praxis sein kann, zeigt das Beispiel von Verizon: Durch den Einsatz einer gemeinsamen Arbeitsstruktur über 12 funktionsübergreifende Teams hinweg konnte das Unternehmen seine Kampagnen-SLAs um zwei Wochen verbessern und die Ausführungsgeschwindigkeit steigern. Möchten Sie sehen, wie Asana Ihrer Organisation ähnliche Ergebnisse ermöglicht? Erfahren Sie mehr über die Verizon-Fallstudie.
Kostenlose Vorlagen für ProduktteamsDie Arbeit in einer Matrixstruktur schafft einen freien Informationsfluss zwischen den Teams, da das Team mehreren Führungskräften unterstellt ist. Während Teammitglieder in einem hierarchischen System daran denken müssen, Informationen weiterzugeben, macht die Matrix den Informationsfluss zu einer Voraussetzung, wodurch der Kommunikationsbedarf gedeckt wird. Die Berichterstattung an mehrere Führungskräfte mag mühsam erscheinen, aber mit dem richtigen Projektmanagement-System erfordert sie von den Teammitgliedern wenig oder gar keine zusätzliche Arbeit. Zudem gibt es in einer Matrixorganisation auch kürzere Wege, wodurch Entscheidungen schneller getroffen werden können.
Szenario: Wenn das Entwicklungsteam der Stichwortsuche-App nur dem Projektleiter Bericht erstattet, könnten Informationen über eine Fehlerbehebung verloren gehen. Die Weitergabe von Informationen an den Leiter der IT-Abteilung geschieht jedoch leichter, wenn sie Teil des Matrixprozesses ist.
Die einzigartige Struktur der Matrixorganisation überträgt den Projektmanagern ein hohes Maß an Verantwortung. Projektmanager müssen ihr Team durch den Projektzyklus führen, heutzutage oft vom Homeoffice aus. Diese Struktur fordert die Projektmanager heraus und schult diejenigen, die funktionsübergreifende Manager in anderen Abteilungen werden wollen.
Szenario: Während dieses Projekts stößt Ihr Team auf einige Fehlerbehebungen und eine Verzögerung im Projektzeitplan. Als Projektmanager ist es Ihre Aufgabe, mit dem Leiter der IT-Abteilung zusammenzuarbeiten, um alle Probleme erfolgreich zu lösen. Dabei entdecken Sie ein persönliches Interesse an der IT und eine potenzielle Karrierechance für die Zukunft.
Die Matrixorganisation hat sich in Bezug auf die Bindung von Teammitgliedern bewährt, denn wenn Spezialisten zusammenarbeiten, bleibt das Produktteam stark. Diese Teammitglieder arbeiten unter funktionalen Abteilungsleitern und werden dann den Projektmanagern zugewiesen. Spezialisten arbeiten gerne zusammen, und das kann die Projektleistung verbessern.
Szenario: Während des Projekts für die Stichwortsuche-App besteht das Projektteam aus verschiedenen IT-, Marketing- und Finanzspezialisten, da diese Teammitglieder mit der Erstellung einer Anwendung für Telefonbenutzer bestens vertraut sind. Dieses Team von Spezialisten wird wahrscheinlich auch in Zukunft bei vielen Projekten zusammenarbeiten.
Wie die hierarchische Berichtsstruktur hat auch die Matrixorganisation Nachteile. Die meisten ergeben sich aus der Komplexität der Struktur: mehrere Berichtslinien, geteilte Zuständigkeiten und ein erhöhter Koordinationsaufwand können zu Konflikten und Verzögerungen führen.
Die Komplexität der Matrixorganisation kann sich als Nachteil erweisen, da die Teams unter Umständen nicht wissen, wem sie wann Bericht erstatten müssen, da Kompetenzüberschneidungen auftreten können. Auch wenn die Matrixorganisation den Teams zugute kommen soll, kann sie Projekte verkomplizieren und den Gesamtprozess durcheinander bringen.
Lösung: Der beste Weg, um ein Scheitern der Berichterstattung zu verhindern, besteht darin, sicherzustellen, dass jedes Mitglied der Matrix weiß, an wen es auf welche Weise zu berichten hat. Die Verwendung einer intuitiven Projektmanagement-Plattform, die die teamübergreifende Arbeit erleichtert, kann die Matrixstruktur weniger komplex machen und den Kommunikationsaufwand reduzieren.
Die Komplexität der Matrix kann gerade bei großen Unternehmen zu langsamen Reaktionszeiten führen, wodurch sich Projekte verzögern können. Langsame Reaktionszeiten ergeben sich daraus, dass die Informationen an mehrere Personen weitergegeben werden müssen. Es ist gut, wenn mehr Personen beteiligt sind, aber der Nachteil ist, dass die Weitergabe von Informationen an mehr Personen Zeit kostet.
Lösung: Der Einsatz eines Projektmanagement-Systems wird das Problem der langsamen Reaktionszeiten in der Matrixstruktur lösen. Als zentrale Informationsquelle kann Asana doppelte Arbeit verhindern und die Transparenz zwischen Teams und Führungskräften erhöhen.
Wenn der Projektmanager und der Abteilungsleiter nicht einer Meinung sind, kommt es zu Kompetenzkonflikten und die Weisungsbefugnis sind unklar. Die Matrixstruktur soll zwar die Teamarbeit fördern, kann aber je nach Persönlichkeit der Beteiligten auch das Gegenteil bewirken.
Lösung: Um widersprüchliche Anweisungen zu vermeiden, sollten Sie ein System einrichten, das es den Führungskräften ermöglicht, direkt miteinander zu kommunizieren. Die Teammitglieder haben nicht das Gefühl, zwischen den Fronten zu stehen, wenn sich die Manager über die Projektziele einig sind und an einem Strang ziehen.
Der Hauptunterschied zwischen der Matrix- und der hierarchischen Struktur besteht darin, dass die Teammitglieder in einer Matrixstruktur zwei Managern Bericht erstatten. Dies macht die Matrixorganisation komplexer und überträgt den Teammitgliedern zusätzliche Verantwortung. Zwei Vorgesetzte können den Teammitgliedern mehr Feedback und Hinweise geben, aber dies kann auch zu Ungereimtheiten führen.
Lösung: Um potenzielle Probleme zu vermeiden, ist es wichtig, dass der Abteilungsleiter und der Projektmanager miteinander kommunizieren. Es sollte nicht die Aufgabe des Teams sein, sich bei Konflikten zwischen den Managern zu entscheiden. Ob persönlich oder über virtuelle Systeme, Manager können Probleme vermeiden, indem sie vom ersten Tag an klare Projektziele festlegen und gemeinsam an der Entwicklung eines erfolgreichen Produkts arbeiten.
Es kann für Teammitglieder schwierig sein, in einer Matrixstruktur alle Prioritäten zu bewältigen, wenn die Manager verschiedener Fachbereiche nicht zusammenarbeiten. Wenn der Abteilungsleiter glaubt, dass seine Aufgaben am wichtigsten sind, und der Projektmanager das Gleiche denkt, kann das Team Schwierigkeiten haben, zu entscheiden, welche der Anweisungen der Manager Vorrang haben sollen.
Lösung: Wenn Teammitglieder Schwierigkeiten haben, Prioritäten zu setzen, müssen die beteiligten Manager die Aufgaben gemeinsam besprechen und eine verbindliche Reihenfolge festlegen.
Die Einführung einer Matrixorganisation erfordert sorgfältige Planung und ein klares Commitment der Führungsebene. Die folgenden bewährten Schritte helfen Ihnen, den Übergang reibungslos zu gestalten und typische Fallstricke zu vermeiden.
Bevor die neue Struktur in Kraft tritt, müssen alle Führungskräfte und Mitarbeitenden genau wissen, wer in welchen Situationen Entscheidungsgewalt hat. Erstellen Sie eine RACI-Matrix (Responsible, Accountable, Consulted, Informed) für zentrale Prozesse, und kommunizieren Sie diese unternehmensweit. Unklare Zuständigkeiten sind die häufigste Ursache für Konflikte in Matrixstrukturen.
Projektleiter und Funktionsleiter agieren in der Matrixorganisation gleichzeitig als Fachvorgesetzte und als strategische Partner. Investieren Sie in Schulungen zu Konfliktmanagement, lateraler Führung und Verhandlungsführung. Führungskräfte, die diese Kompetenzen besitzen, können Spannungen zwischen den Berichtslinien konstruktiv auflösen, anstatt sie eskalieren zu lassen.
Richten Sie verbindliche Kommunikationsformate ein, beispielsweise wöchentliche Abstimmungen zwischen Funktions- und Projektleitung sowie transparente Status-Updates für alle Beteiligten. Einheitliche Kanäle reduzieren Informationssilos und stellen sicher, dass Entscheidungen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Führen Sie die Matrixstruktur zunächst in einem oder zwei Abteilungen oder Projekten ein, bevor Sie sie unternehmensweit ausrollen. Ein kontrollierter Pilotbetrieb ermöglicht es, Prozesse zu erproben, Feedback einzuholen und Anpassungen vorzunehmen, ohne das gesamte Unternehmen einem hohen Risiko auszusetzen.
Definieren Sie messbare Kennzahlen für den Erfolg der neuen Struktur, etwa Projektdurchlaufzeiten, Mitarbeiterzufriedenheit und Ressourcenauslastung. Evaluieren Sie diese KPIs regelmäßig und passen Sie die Struktur iterativ an. Eine Matrixorganisation ist kein statisches Modell, sondern entwickelt sich mit den Anforderungen des Unternehmens weiter.
Viele der weltweit erfolgreichsten Unternehmen setzen auf die Matrixorganisation, um komplexe globale Strukturen handhabbar zu machen. Zwei prägnante Beispiele verdeutlichen, wie unterschiedlich das Modell in der Praxis ausgeprägt sein kann.
Siemens gilt als eines der bekanntesten deutschen Beispiele für eine konsequent umgesetzte Matrixorganisation. Der Konzern gliedert sich in mehrere Geschäftsbereiche, darunter Digital Industries, Smart Infrastructure und Mobility, die jeweils weltweit tätig sind. Parallel dazu existieren regionale Landesgesellschaften, die lokale Marktbedingungen, gesetzliche Anforderungen und Kundenbeziehungen verantworten.
Ein Ingenieur in München kann damit sowohl dem globalen Geschäftsbereich Digital Industries als auch der deutschen Landesgesellschaft unterstellt sein. Diese duale Berichtslinie ermöglicht es Siemens, globale Technologiestandards durchzusetzen und gleichzeitig flexibel auf regionale Besonderheiten einzugehen. Entscheidend für den Erfolg ist dabei ein klar definierter Eskalationsprozess, der Konflikte zwischen den Berichtslinien geregelt und schnell auflöst.
Automobilhersteller wie BMW oder Volkswagen sowie Technologieunternehmen wie SAP nutzen die Matrixstruktur vor allem in der Produktentwicklung. Funktionale Abteilungen, darunter Konstruktion, Software-Entwicklung, Einkauf und Qualitätssicherung, stellen ihre Fachleute für projektspezifische Fahrzeug- oder Produktprogramme zur Verfügung. Ein Softwareentwickler gehört dabei dauerhaft zur funktionalen Abteilung und bringt sein Fachwissen gleichzeitig in mehrere Produktprojekte ein.
Dies erlaubt es, knappe Spezialistinnen und Spezialisten effizient einzusetzen, ohne für jedes Projekt redundante Teams aufzubauen. Gerade in Branchen mit hoher Innovationsgeschwindigkeit und komplexen Wertschöpfungsketten bietet diese Form der Matrixorganisation einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Wie ein produzierendes Unternehmen die typischen Hürden der Matrixorganisation in der Praxis überwindet, zeigt das Beispiel des Herstellers Acerbis: Ingenieure aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen tauschen dort Lösungen und Erkenntnisse über Abteilungs-, Projekt- und Anwendungsgrenzen hinweg aus. Asana hat sich dabei zur gemeinsamen Sprache entwickelt, die alle Teams über funktionale Silos hinweg verbindet und Entscheidungen transparent macht. Erfahren Sie, wie auch Ihre Organisation von einer solchen Lösung profitieren kann: Zur Acerbis-Fallstudie.
Die duale Berichtsstruktur einer Matrixorganisation stellt hohe Anforderungen an Transparenz und Koordination. Moderne Projektmanagement-Software schafft die digitale Infrastruktur, die Teams brauchen, um über Funktions- und Projektgrenzen hinweg effektiv zusammenzuarbeiten.
In einer Matrixorganisation arbeiten Mitarbeitende gleichzeitig für mehrere Vorgesetzte; fehlende Transparenz führt schnell zu Doppelarbeit oder verpassten Deadlines. Projektmanagement-Plattformen wie Asana bündeln alle Aufgaben, Zuständigkeiten und Statusupdates an einem Ort. Sowohl Funktionsleiter als auch Projektleiter behalten jederzeit den Überblick über Workloads und Fortschritte, ohne aufwändige Statusmeetings einberufen zu müssen.
Asana geht über klassisches Aufgabenmanagement hinaus: Mit AI Teammates lassen sich KI-Agenten direkt in Workflows integrieren, die Routineaufgaben selbstständig übernehmen. 30 vorgefertigte KI-Agenten stehen für Bereiche wie Marketing, IT und Operations bereit und lassen sich ohne Programmierkenntnisse über den AI Studio-Builder an unternehmensspezifische Prozesse anpassen.
In einer Matrixorganisation können AI Teammates beispielsweise automatisch Statusberichte erstellen, Ressourcenkonflikte identifizieren oder abteilungsübergreifende Genehmigungsprozesse anstoßen. KI-Agenten werden dabei wie menschliche Teammitglieder Aufgaben zugewiesen und arbeiten nahtlos mit dem Rest des Teams zusammen.
Gerade in Deutschland und der EU ist die regelkonforme Verarbeitung von Mitarbeiter- und Projektdaten ein zentrales Anliegen. Asana unterstützt Unternehmen mit umfassenden Governance-Funktionen:
Audit-Trail: Jede Aktion wird lückenlos dokumentiert.
Granulare Zugriffsrechte: Berechtigungen lassen sich nach Rolle und Projekt vergeben.
Identitätsverwaltung: Sensible Informationen sind nur autorisierten Personen zugänglich.
Diese Kontrollebene ist besonders in Matrixstrukturen wichtig, wo viele Personen auf dieselben Projekte und Ressourcen zugreifen.
Ein häufiges Problem in der Matrixorganisation ist die Überplanung von Schlüsselpersonen, die gleichzeitig in mehreren Projekten gefragt sind. Projektmanagement-Software mit Workload-Ansichten macht Kapazitätsengpässe sichtbar, bevor sie zur Krise werden. Führungskräfte können Ressourcen proaktiv umverteilen und Prioritäten abstimmen, auf Basis aktueller Daten statt auf Basis von Annahmen. Mit einem strukturierten Ressourcenmanagement-Plan behalten Führungskräfte in der Matrixorganisation den Überblick über alle verfügbaren Kapazitäten.
Testen Sie Asana für das ProjektmanagementDie Matrixorganisation bietet Unternehmen eine leistungsfähige Grundlage, um auf Komplexität und Wandel zu reagieren, vorausgesetzt, Rollen sind klar definiert, Kommunikation ist strukturiert und die richtigen Werkzeuge unterstützen die Zusammenarbeit. Wer die häufigsten Schwachstellen, unklare Zuständigkeiten, Ressourcenkonflikte und Informationssilos, durch konsequente Prozesse und digitale Unterstützung adressiert, verwandelt die Doppelstruktur von einer Quelle der Reibung in einen echten Wettbewerbsvorteil.
Mit Asana behalten alle Beteiligten, von Funktionsleitern bis zu Projektverantwortlichen, den Überblick über Aufgaben, Prioritäten und Ressourcen, sodass Ihre Matrixorganisation ihr volles Potenzial entfalten kann. Jetzt starten und erleben Sie, wie Asana Ihre Teamarbeit in der Matrixorganisation transformiert.
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