Sie fragen sich, wie Sie Ihr Team motivieren können, ohne externe Anreize einsetzen zu müssen? Intrinsische Motivation könnte die Antwort sein. Die Förderung des Teams durch intrinsische Motivation und positives Feedback kann eine gute Alternative zu Leistungsanreizen sein.
Wir erklären, was intrinsische Motivation ist, wie sie funktioniert und welche Unterschiede zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation bestehen, wenn es um Teamwork geht.
Unterstützen Sie Ihr Team mit AsanaIntrinsische Motivation ist ein Verhalten, das durch innere Wünsche wie Neugier, Freude oder persönliches Wachstum angetrieben wird. Im Gegensatz zur extrinsischen Motivation kommt der Antrieb ausschließlich von einem selbst und nicht von äußeren Einflüssen wie Vergütung oder Lob.
Die Theorie der intrinsischen Motivation (auf Englisch: Intrinsic Motivation) beruhte ursprünglich auf menschlichen Bedürfnissen wie Hunger, Durst und psychologischen Grundbedürfnissen. Sie steht im Zusammenhang mit der Sozialpsychologie und der Selbstbestimmungstheorie von Edward Deci und Richard Ryan.
Diese Forschung konzentriert sich auf Motivatoren, die in vielen Situationen wirken, besonders im beruflichen Umfeld. Intrinsische Motivation kann die Einsatzbereitschaft von Teams verbessern, denn sie beinhaltet die Suche nach Tätigkeiten, die innere Freude bereiten und einen Sinn ergeben.
Intrinsische und extrinsische Motivation unterscheiden sich grundlegend in ihrem Ursprung und ihrer Wirkung. Während intrinsische Motivation aus dem Inneren einer Person entsteht, wird extrinsische Motivation durch äußere Faktoren angetrieben.
Extrinsische Motivation beschreibt ein Verhalten, das durch äußere Anreize wie Belohnung oder Bestrafung gesteuert wird und nicht durch innere Wünsche.
Betrachten wir die wichtigsten Unterschiede im Detail:
Merkmal | Intrinsische Motivation | Extrinsische Motivation |
Ursprung | Innerer Antrieb, persönliches Interesse | Äußere Anreize wie Geld, Lob, Beförderung |
Antrieb | Freude an der Tätigkeit selbst | Belohnung oder Vermeidung von Bestrafung |
Dauer | Langfristig und nachhaltig | Kurzfristig, endet oft mit dem Anreiz |
Beispiel | Freiwillige Teilnahme an einem Projekt aus Neugier | Überstunden für eine Bonuszahlung |
Wirkung auf Kreativität | Fördert kreatives Denken | Kann kreatives Denken einschränken |
Zusammengefasst:
Intrinsische Motivation ist das Mittel, um Zufriedenheit in sich selbst zu finden. Intrinsische Motivatoren sind zum Beispiel Neugierde oder die Bereitschaft, eine neue Herausforderung anzunehmen.
Extrinsische Motivation bedeutet, externe Bestrafung zu vermeiden oder Belohnungen zu suchen. Äußere Faktoren, die Teammitglieder motivieren, können extrinsische Belohnungen sein, wie etwa finanzielle Anreize oder Gehaltserhöhungen.
Die persönliche Motivation ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, weshalb auch die Formen der wirksamen Motivation von Team zu Team verschieden sein werden. Berücksichtigen Sie die individuellen Bedürfnisse Ihres Teams, um die richtige Balance zwischen intrinsischen und extrinsischen Faktoren zu finden.
Der Begriff „intrinsisch" stammt vom lateinischen intrinsecus, was so viel bedeutet wie „hineinwärts". Das interne Selbstverständnis, also die persönliche Haltung gegenüber Aufgaben und Zielen, spielt bei der intrinsischen Motivation eine zentrale Rolle. Zwei psychologische Konzepte erklären, wie diese innere Antriebskraft entsteht.
Die wissenschaftliche Grundlage intrinsischer Motivation bildet die Selbstbestimmungstheorie (auf Englisch: Self-Determination Theory) der Psychologen Edward Deci und Richard Ryan. Diese Theorie identifiziert drei psychologische Grundbedürfnisse, die intrinsische Motivation ermöglichen:
Autonomie: Das Bedürfnis, selbstbestimmt zu handeln und eigene Entscheidungen zu treffen.
Kompetenz: Das Bedürfnis, sich wirksam und fähig zu fühlen.
Soziale Eingebundenheit: Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und bedeutsamen Beziehungen.
Wenn diese drei Bedürfnisse am Arbeitsplatz erfüllt sind, steigt die intrinsische Motivation der Mitarbeitenden nachweislich. Auch unangenehme Aufgaben lassen sich so bewältigen, etwa wenn Mitarbeitende erkennen, dass sie einem größeren Ziel dienen. Dabei entwickeln sie eine interne Prozessmotivation, bei der bereits der Weg als sinnvoll erlebt wird.
Ein weiteres Schlüsselkonzept ist das Flow-Erleben, das der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi beschrieben hat. Im Flow-Zustand sind Menschen hoch konzentriert, vollständig in eine Tätigkeit vertieft und erleben Zufriedenheit durch das bloße Tun. Dieser Zustand entsteht besonders dann, wenn Herausforderungen und Fähigkeiten im Gleichgewicht stehen.
Für Führungskräfte bedeutet das: Aufgaben sollten herausfordernd genug sein, um Engagement zu wecken, aber nicht so überfordernd, dass Stress entsteht. Durch transparente Kommunikation, klare Projektziele und eine starke Sinnorientierung können Unternehmen dieses „Hineinwärts"-Denken gezielt fördern und so eine Arbeitskultur schaffen, in der Engagement nicht erzwungen, sondern erlebt wird.
Grundsätzlich gilt die intrinsische Motivation als eine starke Antriebskraft. Zwar haben auch externe Anreize eine Daseinsberechtigung, am Arbeitsplatz ist es jedoch empfohlen, die intrinsischen Anreize zu fördern. Daraus ergeben sich folgende Vorteile:
Mehr Leistungsfähigkeit: Intrinsisch motivierte Mitarbeiter zeigen ein größeres Engagement und wollen die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.
Langfristige Dauer: Während externe Anreize meist nur kurzfristig wirken, hält intrinsische Motivation die Mitarbeiter langfristig motiviert.
Lernbereitschaft: Intrinsisch motivierte Personen nehmen sich mehr Zeit, um alle Details einer Arbeit zu verstehen, was wiederum die Leistungsfähigkeit und Problemlösung fördert.
Nachdem Sie nun verstanden haben, welche Theorie hinter der intrinsischen Motivation steckt, wollen wir sie in die Praxis umsetzen. Unabhängig vom Führungsstil sollten alle Führungskräfte wissen, wie sie Teammitglieder durch intrinsische Motivatoren fördern. Dazu haben wir eine Liste mit Arbeitsplatz-Beispielen zusammengestellt.
Sind Menschen intrinsisch motiviert, konzentrieren sich ihr Verhalten und ihre Handlungen auf innere Freude und Neugierde. Hier einige Beispiele:
Die Teilnahme an einem Teambuilding-Spiel, weil diese bestimmte Aufgabe Spaß macht und man es genießt, anstatt nach einer Belohnung zu suchen.
Eine neue Fähigkeit, wie etwa Programmieren, zu erlernen, weil man gerne neue Erfahrungen sammelt und nicht, weil es verlangt wird.
Mit einem Teammitglied zusammenarbeiten, weil Sie helfen wollen, nicht weil es beruflich gesehen Ihre Pflicht ist.
Intrinsisch motivierte Menschen nehmen freiwillig an einer beruflichen Veranstaltung teil, weil sie sich dadurch erfüllt fühlen und nicht, weil sie ein Ziel erreichen wollen.
Sich weiterzubilden, weil man Spaß an der Herausforderung hat und nicht, um seine berufliche Karriere voranzutreiben.
In jedem dieser Beispiele entspringt die Motivation dem inneren Wunsch des Einzelnen. Eigener Antrieb führt langfristig zu einer höheren Arbeitsleistung und Zufriedenheit als äußerer Druck.
Als Manager ist es wichtig, die Faktoren zu kennen, welche die intrinsische Motivation fördern. So können Sie erkennen, welche Auswirkungen diese Art der Motivation auf Ihre Teammitglieder und Ihr Unternehmen hat.
Ohne inneren Antrieb fühlt sich Ihr Team unter Umständen unerfüllt und unzufrieden, was zum Burnout führen kann. Zum Glück gibt es konkrete Möglichkeiten auf intrinsischer Ebene, die Motivation Ihres Teams zu verbessern.
Diese Faktoren fördert intrinsische Motivation in Ihrem Team:
Neugier: Das Gefühl der Neugier treibt Teammitglieder dazu an, am Arbeitsplatz Neues zu entdecken und zu lernen. Sowohl sensorische als auch kognitive Neugier können einen Menschen motivieren, auf neue Reize zu reagieren.
Herausforderung: Unabhängig davon, ob Sie ein bestimmtes Ziel oder ein bestimmtes Leistungsniveau vor Augen haben, Herausforderungen halten Sie bei der Arbeit auf Trab. Sie spornen Sie zu optimalen Leistungen an und motivieren Sie, weiterzumachen.
Anerkennung: Anerkennung der eigenen Arbeit kann einem das Gefühl geben, wichtig zu sein, und lässt einen nach neuen Errungenschaften streben.
Zugehörigkeit: Die Zusammenarbeit mit den Teammitgliedern trägt dazu bei, ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen, und gibt den Mitarbeitern das Gefühl, dazuzugehören. Gezieltes Mitarbeiterengagement entsteht durch die Unterstützung anderer und kann die intrinsische Motivation des Einzelnen erhöhen.
Problemlösung: Die Teilnahme an virtuellen Teambuilding-Spielen kann Ihre Problemlösungskompetenz fördern. Dabei müssen Sie kritisch denken, um Ihr Verhalten zu ändern.
Jeder Mensch ist anders, und somit auch das, was einen motiviert. Sowohl intrinsische als auch extrinsische Motivation kann funktionieren, nach Möglichkeit sollten Sie jedoch zuerst die oben genannten intrinsischen Motivationsfaktoren nutzen.
Studien (auf Englisch) zeigen, dass extrinsische Motivation die intrinsische Motivation aufgrund des sogenannten Korrumpierungseffekts sogar untergraben kann. Werden äußere Belohnungen zu früh angeboten, können sie ihren Wert verlieren und die innere Motivation behindern.
Eine Studie aus dem Jahr 2022 in Frontiers in Psychology (auf Englisch) hat jedoch gezeigt, dass Belohnungen, die unmittelbar nach einer Aufgabe gegeben werden, die intrinsische Motivation tatsächlich fördern können. Die Frage, welcher Motivationsfaktor zu verwenden ist, lässt sich nicht eindeutig klären, da Motivation in der Regel eine Kombination aus intrinsischen und extrinsischen Faktoren ist.
Es gibt kein Patentrezept für die Motivation des Teams. Diese Tatsache eröffnet viele Möglichkeiten, wenn es darum geht, einzelne Teammitglieder zu fördern.
Wichtig ist, dass Sie Ihr Team durch positive Bestärkung motivieren können. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern Chancen und Herausforderungen bieten, können Sie sie dazu anregen, intrinsisch zu denken und positiv auf ihr Umfeld einzuwirken.
Sie können Teammitglieder beispielsweise mit Problemlösungen beauftragen, die ihnen die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten zu erweitern. Teilen Sie Ihre Wertschätzung für die geleistete Arbeit mit dem gesamten Unternehmen.
Wenn Sie Ihren Teammitgliedern neue Möglichkeiten zur Problemlösung bieten, können Sie sie innerlich motivieren, bessere Leistungen zu erbringen und neue Fähigkeiten zu erlernen.
Dazu könnten Chancen gehören, wie etwa die Verantwortung für eine Projektänderung oder die Einarbeitung eines neuen Teammitglieds. Gute Team-Management-Fähigkeiten helfen Ihnen dabei, diese Möglichkeiten gezielt zu schaffen. Sie können Ihr Team zur Problemlösung befähigen, indem Sie:
Teammitglieder eigenverantwortlich agieren lassen: Übertragen Sie den Mitarbeitern die Eigenverantwortung, Probleme selbständig zu lösen, anstatt ihnen die Antwort zu liefern.
Motivieren mit Teambuilding-Spielen und Zitaten: Zusammenarbeit im Team kann die Arbeitsmoral verbessern und den Einzelnen darin bestärken, gemeinsam an schwierigen Problemen zu arbeiten.
Diese einfachen Aufgaben können den Teamzusammenhalt stärken und nicht nur die Problemlösungskompetenz, sondern auch wertvolle Fähigkeiten zur Zusammenarbeit fördern.
Ein gutes Beispiel dafür liefert Benefit Cosmetics: Das Unternehmen konnte durch den Einsatz von Asana 52 Arbeitstage pro Jahr einsparen und die Kampagnenplanung von einer Stunde auf nur fünf Sekunden mit Projektvorlagen verkürzen. Wenn Routineaufgaben wegfallen, haben Teammitglieder mehr Raum für kreative Problemlösung und eigenverantwortliches Arbeiten. Entdecken Sie, wie auch Ihr Team effizienter arbeiten kann: Jetzt AI Studio Demo ansehen
Die Würdigung der von Ihrem Team geleisteten Arbeit ist eine bestärkende extrinsische Motivationstaktik, die sich positiv auf die Arbeitsmoral und Mitarbeitermotivation auswirken kann. Sie gibt den Mitarbeitern das Gefühl, wichtig zu sein, und motiviert sie, weiterhin neue Fähigkeiten zu erlangen. Anerkennenswerte Arbeit kann schon bei der Erledigung einer internen Kommunikationsaufgabe beginnen oder bis zur Einführung eines neuen Verfahrens reichen.
Unabhängig von der Größe des Projekts oder der wahrgenommenen Wirkung sollte die geleistete Arbeit regelmäßig honoriert werden. Sie können die Leistung Ihres Teams wie folgt würdigen:
Gute Arbeit im gesamten Unternehmen hervorheben: Posten Sie in einem gemeinsam genutzten Bereich wie Slack, verkünden Sie Ihr Lob bei Besprechungen für alle Mitarbeiter, oder senden Sie sogar ein unternehmensweites Update.
Geleistete Arbeit so oft wie möglich würdigen: Es gibt zwar keine feste Regel, was die Häufigkeit angeht, aber mindestens einmal pro Quartal sollte man gute Leistungen schon würdigen.
Wenn Sie Ihr Team vor neue Herausforderungen stellen, können Sie es dazu inspirieren, neue Kompetenzen zu erwerben. Im Hinblick auf die langfristige berufliche Entwicklung des Einzelnen ist dieser Punkt wichtig.
Sie können Ihr Team vor Herausforderungen stellen, indem Sie:
Ihren Teammitgliedern Lösungen anbieten: Das Anbieten von Lösungen unterscheidet sich von Antworten, da es den Teammitgliedern die Eigentverantwortlichkeit verleiht, die Lösungen zu nutzen, um die Antworten selbst zu finden.
Arbeit delegieren: Durch die Bereitstellung von Chancen bei der Arbeit werden Teammitglieder dazu angeregt, neue Fähigkeiten zu entdecken und neue Herausforderungen anzunehmen.
Indem Sie Ihr Team mit diesen Lösungen herausfordern, können Sie die Anpassungsfähigkeit an neue Situationen fördern und das Selbstwertgefühl des Einzelnen am Arbeitsplatz steigern.
Repetitive Aufgaben wie Statusabfragen, Dateneingaben oder das Nachverfolgen von Freigaben kosten wertvolle Zeit und senken die Motivation. Wenn Teammitglieder den Großteil ihres Arbeitstages mit solchen Routinetätigkeiten verbringen, bleibt wenig Raum für die sinnstiftenden Aufgaben, die intrinsische Motivation antreiben.
Moderne KI-Tools können hier gezielt entlasten. Asanas AI Teammates umfassen vorgefertigte Agents für Marketing, Operations und IT, die Routinearbeit wie Aufgabenzuweisungen, Statusaktualisierungen und Berichterstellung autonom übernehmen. Aufgebaut auf dem Enterprise Work Graph erhalten diese Agents den vollen Kontext über Aufgaben, Abhängigkeiten und Ziele, sodass sie fundiert handeln können. Gleichzeitig sorgen integrierte Identitäts-, Berechtigungs- und Audit-Funktionen für volle Kontrolle und Governance.
Der Vorteil für die intrinsische Motivation: Wenn Mitarbeitende sich auf herausfordernde, bedeutungsvolle Arbeit konzentrieren können, steigt das Flow-Erleben und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Die Automatisierung von Routineaufgaben beseitigt Frustquellen und schafft den Freiraum, den Teams brauchen, um ihr volles Potenzial zu entfalten.
Das bestätigt auch die Erfahrung von iDO, einem AI Studio Partner: Mit KI-gestützten Workflows spart das Unternehmen seinen Kunden bis zu 12 Stunden pro Monat. Diese gewonnene Zeit fließt direkt in kreative und strategische Aufgaben, die den inneren Antrieb stärken. Erleben Sie selbst, wie KI-gestützte Workflows Ihr Team entlasten: Jetzt AI Studio Demo ansehen
Ermutigen Sie Ihr Team, intrinsisch zu denken. Mit der richtigen Motivation können Sie die Teamproduktivität erhöhen und die Arbeitsmoral steigern.
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